Auf Autobahnen ist auf Grund des kargem Informationspanoramas mit hoher Rezeption zu rechnen. Die schlichte Gleichförmigkeit im Sichtfeld der Autobahnbenutzer sowie die Monotonie der Tätigkeit bieten die Möglichkeit, den freien Wahrnehmungsraum zu nutzen.
Zwei Tafeln sind in einem Abstand von 1,5 km zueinander positioniert. Das entspricht einem zeitlichem Abstand bei 100km/h von 1min.
Um deutlich zu machen, daß beide Tafeln im Zusammenhang stehen und um Rückschlüsse auf ein Interpretationsziel zu verhindern, wird Neutralität und Klarheit im Design des Displays angestrebt. Die Flächen sind weiß, die Schrift schwarz, als Schriftyp wird "Times" benutzt. Durch seine gute Lesbarkeit und große Verbreitung im Zeitungs-und Buchdruck birgt sie Seriosität.
Die Größe der Tafeln beläuft sich auf 4 x 6 m (entspricht dem Din-Format).
Die erste Tafel fungiert hier, an die vorgehensweise der Werbung anknüpfend, als spannungserzeugender Attraktor, es vollzieht sich jedoch keine vollständige Auflösung.
Die Inhalte entwickeln nicht zwangsläufig eine Beziehung, erst durch ihr einheitliches Design und die Nähe zueinander wird eine Verbindung hergestellt.
Die in Kontext gebrachten Behauptungen beschäftigen sich mit Wiedersprüchen und Zusammenhängen von Gesellschaft und Individuum. Sie sind der Musik, der Literatur, dem Film und der Philosophie entlehnt.
Der transportierte Informationsgehalt bleibt offen, die Reaktion individuell.
In einem Rythmus von 18 Tagen werden die Texte ausgetauscht.
Ich Bedanke mich für die Untersützung bei:
Frau Boese / Ronny Braun / Reiner Gärtner / Volker Kunick / Jan Musikovski / Jirka Pfahl / Herr Schmitz / Tarik Schirmer / Gerret Schulz / Robert Wandelt / Falk Strelow / Suse Weber / Anke Ziemeck
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